Zwei Minuten Stillstand

 

Eine Intervention im Rahmen der Impulse Theater Biennale 2013.

Eine Stadt steht still. Menschen erheben sich, halten inne, schweigen. Der Unterricht in Schulen und Universitäten wird unterbrochen, die Ladenbesitzerin hält im Verkauf inne, in der Fabrik stehen die Bänder. Stillstand. 

Inspiriert vom israelischen Gedenktag Jom haSho’a, dem Feiertag zum Gedenken der Opfer und Widerstandskämpfer des Holocaust, ruft die in Berlin lebende israelische Künstlerin Yael Bartana zur symbolischen Unterbrechung des Alltags auf: „Zwei Minuten Stillstand“ ist ein politischer Akt, eine soziale Skulptur und kollektive Performance im öffentlichen Raum der Stadt Köln. 

Historisch ist der Akt des Stillstands und des Innehaltens eine Möglichkeit, der Toten zu Gedenken. "Zwei Minuten Stillstand" fordert uns alle dazu auf, die Gegenwart zu reflektieren. Anzuhalten und über die Geschichte nachzudenken und unsere Zukunft. Darüber, was es heute bedeutet deutsch zu sein, als Immigrant in Deutschland zu leben, welche Konsequenzen der Holocaust ebenso wie seine Instrumentalisierung heute haben.

Denn Drittes Reich und Holocaust sind nicht nur historische Ereignisse – sie haben weitreichende Wirkungen in unsere Gegenwart hinein: Die Gründung des Staates Israel, die Besetzung der palästinensischen Gebiete, Flucht, Vertreibung in Europa und im Nahen Osten.

Und so ist „Zwei Minuten Stillstand“ nicht nur Gedenken, sondern eine Aufforderung, die Gegenwart zu verändern. Ein Angebot für eine breite Debatte in Köln und darüber hinaus, wie aktives Erinnern heute aussehen sollte. Ein Tag des Aufbegehrens gegen Gewalt und Ungerechtigkeit heute.

Treffpunkt für zentrale Veranstaltung: Roncalliplatz, Köln
28. Juni 2013, 11:00 Uhr 

www.zweiminutenstillstand.de

www.festivalimpulse.de

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