Konzerte und Gespräche

• 02​ – 04​ 11​ 2017 •
Digging the Global South

Ort: Stadtgarten und Studio 672, Venloer Straße 40, 50672 Köln

DO 2 11 2017 / 20:00 – 01:00
FR 3 11 2017 / 19:00 – 02:00
SA 4 11 2017 / 12:00 – 19:00 & 23:00, open end

In englischer Sprache

Festivalticket: 30 € / Vorverkauf & ermäßigt 20 € Offticket: http://bit.ly/2gnMqsp // Ticket i/O: http://bit.ly/2yp5XgS

DO 2 11 2017 Konzert & Talk: 15 € / Vorverkauf & ermäßigt 10 € Offticket: http://bit.ly/2yrq54K // Ticket i/O: http://bit.ly/2yp5XgS

FR 3 11 2017 Lange Nacht: 15 € / Vorverkauf & ermäßigt 10 € Offticket: http://bit.ly/2fMJlhK // Ticket i/O: http://bit.ly/2yp5XgS FR 3 11 2017 / 00:30 Listening Night: Eintritt frei (ab 0 Uhr)

SA 4 11 2017 / 12:00 Symposium: Eintritt frei (bis 19 Uhr) SA 4 11 2017 / 23:00 Clubnight: 10 € / Vorverkauf 8 € Ticket i/O: http://bit.ly/2yp5XgS

Kuratiert und veranstaltet von Thomas Gläßer / Zentrum für Aktuelle Musik e.V. in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste der Welt und dem Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik im Stadtgarten

Die dreitägige Veranstaltung Digging the Global South bewegt sich zwischen Vortrag, Diskurs, Konzert und Party und untersucht auf vielfältige Weise die Sound-Semantiken und künstlerischen Strategien vornehmlich elektronischer Musik aus Afrika und der afrikanischen Diaspora. Der Hunger des westlichen Marktes nach Neuentdeckungen vom Rande des eigenen musikalischen Kosmos, aus den Krisengebieten und Armutsregionen der Welt, gibt sich aufgeklärt, wird aber oft befeuert von einer hilflosen Sehnsucht nach symbolischer Erschütterung und einer – wie auch immer gebrochenen – Authentizität. Die Welt außerhalb des Kristallpalasts wird so zur Realitätsreserve für den politisch korrekten Kulturkonsumenten und virtuellen Globetrotter. Digging the Global South folgt dieser Bewegung und präsentiert Musik aus Afrika sowie der afrikanischen Diaspora und wirft einen Blick auf die Bedingungen der Musikproduktion und -distribution im digitalen Zeitalter. Darüber hinaus werden Labelmacher, Journalisten oder Musiker an den Schnittstellen zwischen afrikanischen Szenen und der europäischen Öffentlichkeit nach ihren Motivationen, Erfahrungen oder auch nach ihren Skrupeln befragt. Es entsteht das differenzierte Mosaik einer von Globalisierung, Digitalisierung und Urbanität geprägten afrikanisch-diasporischen Moderne, das gleichzeitig den Ausgangspunkt für eine Reflexion über westliche Sehnsüchte, Projektionen und Zugriffe markiert. Kuratiert und veranstaltet von dem Programmmacher und Musiker Thomas Gläßer/Zentrum für Aktuelle Musik e.V.

„Es ist atemberaubend, wie der aktuelle Hype um Musik aus Afrika – und ganz allgemein der Hunger des westlichen Marktes nach Kunst von ´außerhalb des Kristallpalasts´ – mit der Verschärfung von Grenzregimen und dem Erstarken reaktionärer Vorstellungen von kultureller Identität zusammenfällt“, kommentiert der Musiker und Digging the Global South-Kurator Thomas Gläßer. „Es scheint eine starke Sehnsucht nach einer Außenwelt zu geben, die anders funktioniert und sich anders anfühlt als unsere saturierte und optimierte warenförmige Kultur mit ihrer Gleichzeitigkeit von Stagnation und Beschleunigung, Vereinzelung, Konkurrenz- und Verwertungsdruck – auf einer symbolischen Ebene wird sich dieses Begehren aber nicht befriedigen lassen.“
Das dreitägige Feature Digging the Global South lotet in der Auseinandersetzung mit elektronischer Musik aus Afrika und der afrikanischen Diaspora verschiedene Aspekte kultureller Globalisierung aus: In Konzerten, Vorträgen, Gesprächen und einer Clubnacht widmet sich die Veranstaltungsreihe den Widersprüchen und Ausschlüssen, emanzipatorischen Potenzialen und spekulativen Zukünften, die dieser Prozess mit sich bringt. Digging the Global South präsentiert herausfordernde und aufregende Musik – politisch aufgeladen, indigen oder hypermodern, untersucht Sound-Semantiken und künstlerische Strategien und wirft einen Blick auf Produktion, Distribution und Rezeption von Musik im digitalen Zeitalter. In Gesprächen mit Label-Machern, Journalisten und Musikern, die an verschiedenen Schnittstellen zwischen afrikanischen Szenen und der europäischen Öffentlichkeit agieren, entsteht das differenzierte Mosaik einer von Globalisierung, Digitalisierung und Urbanität geprägten afrikanisch-diasporischen Moderne und gleichzeitig eine Reflexion über westliche Zugriffe, Projektionen und Sehnsüchte.

Line-Up:

Benjamin Noys (Chichester / UK)
C-Drik (Berlin // Belgien)
DJ Marfox (Lissabon // Angola)
DJ Lag (Durban / Südafrika)
Don´t DJ aka Florian Meyer (Berlin / Deutschland)
Elsa M´Bala (Berlin // Kamerun)
Endeguena Mulu (Addis Abeba / Äthiopien) tbc
FAKA (Johannesburg / Südafrika)
Felix Klopotek (Köln / Deutschland)
Francis Gay (Köln / Deutschland)
Jaqueline George (Kairo / Ägypten)
Klein ( London / UK)
Luka Guindo (Bamako / Mali)
Lukas Ligeti (Irvine / USA)
Maha El Nabawi (Kairo / Ägypten)
Mahmoud Refat (Kairo / Ägypten)
Mattin (Berlin // Spanien) "Songbook #7" feat. Moor Mother, Lucio Capece, Marcel Dickhage, Farahnaz Hatam, Colin Hacklander, Cathleen Schuster
Michael Baird (Utrecht // Sambia)
Moor Mother (Philadelphia / USA)
Rough Americana (Amsterdam // USA)

Unterstützt von:
Bundeszentrale für politische Bildung
Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen
Goethe-Institut / Auswärtiges Amt

Musikfonds

Präsentiert von WDR Cosmo, WIRE, Norient, Stadtrevue