Ausstellung

• Sa 03​ 11​ – 02​ 12​ 2018 •
Today is the shortest day of the year but somehow hanging around with you all day makes it seem like the longest Perverse Decolonization


Mit SADDIE CHOUA

Ort: Richas Digest, Lothringer Strasse 51, 50677 Köln
Eintritt frei

ÖFFNUNGSZEITEN:
3 11 – 2 12 2018
Do + FR: 15:00 – 19:00
Sa + So: 14:00 – 18:00

Die Ausstellung ist am 11 11 2018 geschlossen.

In den Medien werden gesellschaftliche Probleme oft durch die Bezugnahme auf das Kulturelle zum Ausdruck gebracht. So wird zum Beispiel Migration hauptsächlich als Umpflanzung der einen, fremden Kultur in einen neuen, möglicherweise feindlichen Kontext betrachtet. Emanzipatorische Kämpfe, wie sie von diversen unterdrückten Gruppen geführt werden, finden ihren Ausdruck als Affirmation einer kulturellen Identität, die sich wiederum um Religion, Ethnizität, Nationalität und Gender strukturiert. Wirtschaftliche Unterschiede werden ausgeblendet und alle Politik wird zur „Identitätspolitik“. Sobald die Forderung nach Gleichheit von der Forderung nach „Diversität“ abgelöst wird, spalten sich Gesellschaften immer stärker in geschlossene Gruppen auf, die sich an ihren jeweils vermeintlich „reinen“, nicht-hybriden Identitäten orientieren. Wie können wir in diesen Debatten einen Mittelweg finden, der die Komplexität von Verständnis berücksichtigt, aber zugleich anerkennt, dass viele Menschen aufgrund ihrer Identität eine lange Geschichte der Unterdrückung hinter sich haben?

SADDIE CHOUAs neue Arbeit umfasst Filme, Fotografien, Briefe sowie Dokumente. Angesiedelt zwischen Realität und Imagination konstruiert sie ein marxistisches Gespräch zwischen der ägyptischen Schriftstellerin Nawal El Saadawi und dem Mitglied der Black Panther Party Assata Shakur.

SADDIE CHOUA ist eine in Belgien lebende belgisch-marokkanische Filmemacherin, Autorin und Mixed-Media-Künstlerin. Die studierte Soziologin hat ihre politische Kritik an Ungleichheiten auf den Kunst- und Medienbereich ausgeweitet. Die Brücke zur Kunst schlägt sie mithilfe ihrer akademischen Erfahrung durch die politische Kunst des Dokumentarfilms, Videoinstallationen, Mixed-Media-Collagen und Kurzgeschichten. Sie rückt rassistische/ethnische Diskriminierung, die Diskriminierung von Frauen, Themen wie Kolonialismus und Klasse sowie ihre Katzen in den Mittelpunkt.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes Alt text