Lecture Performance

• Fr 16​ 11​ 2018 •
Towards nomadic hybridity Perverse Decolonization


Mit JOAR NANGO

18:30

Ort: Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3, 50670 Köln
Freier Eintritt
In englischer Sprache

Die Folgen und Nachwehen des europäischen Kolonialismus in Asien, Afrika und Amerika sind allgemein bekannt. Weniger aber weiß man von dem innereuropäischen Kolonialismus und der Unterdrückung einheimischer Minderheiten, besonders wenn ihr nomadischer Alltag mit den fixen Hierarchien und räumlichen Schranken eines fest ansässigen Europas in Konflikt gerät. Die künstlerische Praxis von JOAR NANGO zielt darauf ab, diese Schranken zu sprengen. Einen wichtigen Kontext für Nangos Praxis bildet seine Herkunft als Sámi und seine jahrzehntelangen Recherchen zum europäischen Kolonialismus und zur indigenen Architektur. Beide Erfahrungen geben ihm ein Bewusstsein für den hybriden Charakter der Kultur und der nomadischen Organisation des Raumes, „wo Offenheit und Rezeptivität gegenüber unserer Umgebung das allerwichtigste ist“. Nangos Lecture Performance in Köln reagiert als Außenstimme auf das Projekt Perverse Decolonization und unterstreicht die fundamentale Wichtigkeit der Hybridität im Entstehen von neuen, nicht-kolonialen Universalien.

JOAR NANGO ist ein in Romssa (Tromsø) lebender Architekt und Künstler aus dem Volk der Sámi. Er arbeitet mit ortsspezifischen Installationen und selbst produzierten Publikationen, die die Grenzen zwischen Architektur, Design und Bildender Kunst erforschen. Seine Arbeiten thematisieren Fragen indigener Identität, oftmals durch die Untersuchung von Gegensätzen und Widersprüchen in der zeitgenössischen Architektur.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes Alt text