Ein partizipatives, digitales Archivprojekt

• 05​ 04​ – 14​ 07​ 2019 •
Memory Stations


Laufzeiten der neun Memory Stations

5 4 – 14 7 2019
COPY IT:
nur für Diebe und Raubkopierer – von Büchern, Kunstwerken, Ideen...
only for those who have sinned – stolen or copied books, artworks, ideas...
Ort: Academyspace, Herwarthstraße 3, 50672 Köln

1 5 – 6 7 2019
M.S. KALK
Meryem Erkus & Boris Sieverts
Orte: Lichtspiele Kalk, Kalk-Mülheimer Str. 130/132, 51103 Köln und weitere Orte in Kalk

2 5 – 6 7 2019
STUDIO FRIENDSHIP
Adwoa Adjei, Gunnar Friel, Janna Lichter, Laura Oldörp & Anne Schülke
Orte:
Filmwerkstatt Düsseldorf, Birkenstraße 47, 40233 Düsseldorf
Welcome Point 03, Merowingerstraße 24, 40223 Düsseldorf
Bürgerhaus im Stadtteilzentrum Bilk
Bachstraße 145, 40217 Düsseldorf
Moskauer Park, Nähe Oberbilker Markt, Warschauer Straße, 40227 Düsseldorf
und weitere Orte in Düsseldorf

4 5 – 30 6 2019
TONSPUREN ZUR LINKEN
Achim Lengerer in Kollaboration mit Gästen und Aktivist*innen
Ort: Rekorder II, Scharnhorststraße 68, 44147 Dortmund

4 5 – 30 6 2019
EMANZENEXPRESS_GEMEINSAM SIND WIR GEMEINER
Eva Busch & Julia Nitschke
Ort: atelier automatique, Rottstraße 14, 44793 Bochum

4 5 – 30 6 2019
SOLID SKILLS
u.a. mit Beiträgen von Pascal Bovée, Lenio Kaklea & Katharina Pelosi
Ort: WerkStadt, Viktoriastraße 5, 45327 Essen

8 6 – 7 7 2019
NOORDKAAP TAXI
Max Dovey, JODI & Abner Preis
Orte: Quer durch Köln

15 6 – 7 7 2019
RE:FRAMING LICHTSTRASSE
Ein Projekt von artrmx e. V.
Ort: Lichtstraße, 50825 Köln

3 – 4 7 2019
EIN GUTES BEISPIEL FÜR EIN SCHLECHTES BEISPIEL
Inga Krüger
Ort: Alte Feuerwache, Melchiorstraße 3, 50670 Köln



Das neue Programm der Akademie der Künste der Welt entfaltet sich entlang vier thematischer Achsen: found:erased:palimpsest, Sites at Stake, Festival of Original Fakes und Hybrid Transactions. Für die Programmachse found:erased:palimpsest initiiert die Akademie ein partizipatives, digitales Archivprojekt im öffentlichen Raum, das im Kontext zeitgenössischer Erinnerungspraktiken steht. Der Begriff ‚Palimpsest‘ weist dabei auf das Überschreiben und Aufdecken von Erzählungen verschiedener Jahrzehnte, die in tiefen Schichten übereinanderliegen und zum Teil verborgen sind oder unsichtbar gemacht wurden angesichts dominanter Erinnerungspolitiken.

Gemeinsam mit ausgewählten Kooperationspartner*innen aus Stadtbezirken Kölns und NRWs entwickelt und installiert die Akademie sogenannte Memory Stations. Die Auswahl umfasst lokale Aktivist*innen, Künstler*innen oder Kurator*innen, deren Praxis zur Teilhabe an einem öffentlichen Diskurs anregt sowie Initiativen, die eine direkte lebenspraktische Relevanz für die Anwohner*innen haben. So vereint das Projekt unterschiedlichste künstlerische Disziplinen, Strategien der Partizipation und Formen politischen Engagements. Ziel ist es, das Globale/Internationale im Lokalen aufzuspüren, sichtbar zu machen und in das Projekt einzubringen. Die Memory Stations sind vielfältig gestaltete ‚Anlaufstationen‘ für Erinnerungen und haben somit eine wichtige Schlüsselfunktion zwischen dem Alltag des jeweiligen Stadtviertels, seinen Bewohner*innen, ihren Erzählungen und dem digitalen Archiv. Hierfür entstehen temporäre Begegnungsorte oder Nachbarschaftszentren, in denen die marginalisierten Erzählungen und Erinnerungen ihren Raum finden und innerhalb derer sie gleichzeitig für eine Archiv-Plattform digital zugänglich gemacht werden können. Jede der neun Memory Stations, die ab April 2019 entstehen, unterscheidet sich in ihrem künstlerischen Programm und ihrer zeitlichen Struktur voneinander und greift relevante Aspekte der jeweiligen Stadtgebiete auf.