Ausstellungseröffnung und Performative Zeremonie

• 04​ 05​ 2019 •
Einweihungszeremonie EMANZENEXPRESS_GEMEINSAM SIND WIR GEMEINER


Mit EVA BUSCH, ANNA ERDMANN & FRANZISKA GORALSKI (DIE BLAUE DISTANZ), KATJA LELL, LAURA NITSCH und JULIA NITSCHKE

11:00 Ausstellungseröffnung
17:00 Performative Zeremonie

Ort: atelier automatique, Rottstraße 14, 44793 Bochum
In deutscher Sprache
Eintritt frei

In Kooperation mit Urbane Künste Ruhr

ÖFFNUNGSZEITEN:
5 4 – 30 6 2019
Di, Mi, So: 11:00 – 18:00
Do, Fr, Sa: 11:00 – 20:00


„Gemeinsam sind wir gemeiner.“ Diese Kampfansage aus den 80er Jahren wählten EVA BUSCH und JULIA NITSCHKE als Untertitel ihrer Memory Station, welche die Geschichte feministischer Kämpfe der 1980er und 90er Jahre in Bochum beleuchtet. Den Titel Emanzenexpress haben sich die beiden von einer Zeitschrift geborgt, die einst das Autonome FrauenLesben Referat der Ruhr-Universität herausgab. Der Brückenschlag über die verschiedenen Generationen hinweg ist entscheidendes Element ihres Projekts. Die Haltung dahinter liegt „irgendwo zwischen Liebeserklärung an die damaligen Kämpferinnen und kritischer Auseinandersetzung“. Vieles, was frühere Generationen erstreiten wollten, verhandelt oder erkämpft haben, ist heute kaum mehr öffentlich abrufbar oder unsichtbare Selbstverständlichkeit geworden. Wichtige Dokumente befinden sich heute in den drei Bochumer Frauenarchiven (ausZeiten FRAUENARCHIV, studentische Frauen*bibliothek LIESELLE und MADONNA-Archiv und Dokumentationszentrum für Sexarbeit), aus denen einige Fundstücke zu sehen sein werden. Dass die beiden das Material im atelier automatique, einer jungen, selbstorganisierten Ateliergemeinschaft mit queerfeministischen Programmschwerpunkten zeigen, ist entscheidend für die Ortsspezifik des Projekts. Es entsteht ein intergenerationaler feministischer Begegnungsraum. In einer „Living la vida loca“-Ästhetik laden reproduzierte Flugblätter in einen Pool zum Eintauchen ein. Gleichzeitig wird die feministische Geschichte Bochums auf einer wandfüllenden, erweiterbaren Landkarte geographisch verzeichnet, denn viele für die Bewegung bedeutende Orte sind heute verschwunden. Aus Begegnungen, Veranstaltungen und Diskussionen sollen aktuelle Perspektiven auf die Archivalien entstehen.