Videoinstallation im öffentlichen Raum und Künstleringespräch

• 20​ – 21​ 09​ 2019 •
Performing the Archive MEMORY LAB #7


Mit BELIT SAĞ

Beginn: TBA

Ort: Lichtstraße Köln- Ehrenfeld, 50825 Köln
In englischer Sprache

In Kooperation mit City Leaks Urban Art Festival

Eine Veranstaltungsreihe der Akademie der Künste der Welt/Köln in Kooperation mit DOMiD – Dokumentationszentrum und Museum über die Migration Deutschland e.V.


Seit 1990 sammelt und bewahrt DOMiD – Dokumentationszentrum und Museum über die Migration Deutschland e.V. Materialien zur Migrationsgeschichte in Deutschland ab 1945. Dabei steht die Perspektive der Migration im Zentrum. Mit seiner bundesweit einzigartigen Sammlung sozial-, alltags- und kulturgeschichtlicher Zeugnisse plant der Verein den Aufbau eines Migrationsmuseums. 2018 hat DOMiD außerdem ein virtuelles Museum eröffnet, das Migrationsgeschichte mittels einer digitalen Anwendung interaktiv erfahrbar macht. Nun begibt sich die Videokünstlerin BELIT SAĞ auf eine künstlerische Spurensuche ins DOMiD-Archiv und entwickelt aus einer Vielzahl von Fotos, Dokumenten und ‚grauer Literatur’ eine Videoinstallation für den öffentlichen Raum, die klassische Repräsentationen der Migration kritisch befragt. Die Videoinstallation wird erstmalig im Rahmen des CityLeaks Urban Art Festival in Köln zu sehen sein. In einem Talk gibt die Künstlerin Einblicke in ihre künstlerische Archivarbeit zwischen Kunst und Aktivismus.


BELIT SAĞ ist eine in Amsterdam lebende Videokünstlerin. Sie studierte Mathematik in Ankara. Ihr videokünstlerischer Hintergrund geht auf die Zusammenarbeit mit video-aktivistischen Kollektiven in der Türkei zurück, wo sie den Kunstraum Karahaber und das Archivprojekt bak.ma mitbegründet hat. 2014 und 2015 absolvierte sie Aufenthalte an der Rijksakademie in Amsterdam und 2016 an der ISCP in New York. Ihre Arbeiten wurden unter anderem bei den Internationalen Filmfestivals in Toronto, Rotterdam und New York präsentiert, im EYE Filmmuseum in Amsterdam, im MOCA, Taipeh und beim Tabakalera Film Seminar in San Sebastián.

AURORA RODONÒ ist freie Kulturarbeiterin in den Bereichen Kunst, Film, Migration und Anti-Rassismus sowie Lehrbeauftragte am Institut für Kunst und Kunsttheorie/Universität zu Köln; 2012 bis 2014 Projektreferentin bei der Akademie der Künste der Welt; 2003 bis 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Forschungs- und Ausstellungsprojekt Projekt Migration (Köln 2005). Sie ist Teil der Initiative Tribunal 'NSU-Komplex auflösen'.


Das Memory Lab wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.