Symposium

• 05​ 09​ 2015 •
(Gegen) den Krieg denken

Ein ganztägiger Marathon aus Vorträgen, Lesungen, Diskussionen und politischer Auseinandersetzung

Ein Projekt im Rahmen der PLURIVERSALE III.

11:00
Ort: Academyspace, Herwarthstraße 3, 50672 Köln
3 €
In englischer Sprache

Obgleich der Krieg zwischen Russland und der Ukraine durch die Medien auch hier tagtäglich präsent ist, bleibt der Donbass in weiter Ferne. Allzu bereitwillig schenken die Menschen der Propaganda Gehör und ergreifen entweder Partei für die heroische Ukraine und ihr Eintreten für europäische Werte oder für Putin und sein Aufbegehren gegen die Amerikaner. Abgesehen davon, dass es mehr Desinformation als ausgewogene Berichterstattung gibt, fehlt es nicht nur an intellektuellem und kulturellem Rüstzeug, um dem zunehmenden Nationalismus und Revisionismus entgegenzuwirken, sondern auch an Räumen und Plattformen, die genaue Analysen und kreative Auswege aus einer scheinbar verfahrenen Situation bieten. Wir möchten einen temporären Raum schaffen, in dem wir nach einer geeigneten Sprache gegen den Krieg suchen können, so naiv das auch klingen mag. Im Rahmen eines eintägigen Symposiums beleuchten Künstler und Intellektuelle aus der Ukraine, Russland und Deutschland die Realitäten und Hintergründe des aktuellen Konflikts anhand von Augenzeugenberichten, Kommentaren und lebhaften Diskussionen.

SYMPOSIUM

11:00 Kaffee

11:30 EKATERINA DEGOT, DAVID RIFF
Einleitende Bemerkungen

11:45–12:30 MYKOLA RIDNYI (Charkiv), ROMAN OSMINKIN (St. Petersburg)
Künstler zwischen den Fronten

12:30–13:15 ALEXANDER MOROZOV (Bonn), DENIS PILASH (Kiew)
Das Minenfeld der Propaganda fegen: Die Militarisierung der Medien in Russland und der Ukraine

13:15–14:00 OXANA TIMOFEEVA (St. Petersburg)
Notitzen von der Heimatfront: Fear and Loathing im heutigen Russland

14:00–15:00 Pause

15:00–15:45 KARL SCHLÖGEL (Berlin)
Die Ukraine als Europas blinder Fleck

15:45–16:30 NATALIA GUMENIUK (Kiew), OLEG ZHURAVLEV (Moskau)
Vom Maidan zum Donbass

16:30–16:45 Pause

16:45–17:30 BORIS BUDEN (Berlin), OLEKSIY RADYNSKI (Kiew)
Revisionismus oder Europäisierung?

17:30–18:30 Abschlussdiskussion mit Teilnehmern und Besuchern