Theaterstück und Künstlergespräch

• Fr 11​ 09​ 2015 •
Alevtina Kakhidze - Anrufe vom Friedhof Inszeniert von Georg Blokus

Ein Projekt im Rahmen der PLURIVERSALE III.

Performer: Frank Geier, Dorina Leukhardt und Anna Muth

19:00

Ort: Sankt Gertrud Kirche, Krefelder Straße 57, 50670 Köln
Freier Eintritt

21:00 Zusatzveranstaltung: Künstlergespräch mit ALEVTINA KAKHIDZE und EKATERINA DEGOT
Ort: Academyspace, Herwarthstraße 3, 50672 Köln
Freier Eintritt

Alevtina Kakhidzes Mutter lebt in Zhdanovka, einer kleinen Stadt im Nordosten des Donbass, wo einige der heftigsten Gefechte des Krieges stattfanden. Sie verlässt kaum ihren Keller, die städtische Versorgung ist zusammengebrochen und der einzige Ort, an dem es noch Handyempfang gibt, ist der Friedhof außerhalb der Stadt. Von hier aus ruft sie ihre Tochter an. Kakhidze dokumentiert die Gespräche in Mitschriften, um diese dann als Performances aufzuführen: Sie erzählen von ihrer Mutter, die ihr Zuhause nicht verlassen will, davon wie der Krieg den Alltag bestimmt und wie die Menschen reagieren: wie die einen in Panik geraten, während andere eine seltsame Gleichgültigkeit an den Tag legen. Kakhidze ergänzt diese herzergreifenden Telefongespräche mit kindlichen Zeichnungen der örtlichen Topografie, kartiert die Auswirkungen des Konflikts und überträgt sie auf eine Landschaft, die ihr aus einer mehr oder weniger friedlichen Kindheit vertraut ist. Der bewegende Titel ihres Werks ist zugleich der Titel der Ausstellung. Die Gespräche werden von dem Kölner Theaterregisseur Georg Blokus inszeniert und erstmals als Theaterstück aufgeführt.