Vortrag

• 13​ 10​ 2015 •
Vivek Chibber Die Spätmoderne und die Frage des Universalismus

Ein Projekt im Rahmen der PLURIVERSALE III.

19:00
Ort: Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln
2,50 €, ermäßigt 1,50 €
In englischer Sprache
Eine Veranstaltung der Akademie der Künste der Welt im Rahmen der Reihe KunstBewusst der Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig e. V. gemeinsam mit der Fritz Thyssen Stiftung

In den letzten zwanzig Jahren ist es in der Sozialtheorie Usus geworden, der Aufklärungstradition und insbesondere ihren universalen Prinzipien mit Skepsis zu begegnen. Besonders deutlich tritt diese Skepsis im Bereich der Postcolonial Studies zutage. Vivek Chibbers Vortrag setzt sich kritisch mit einigen ihrer zentralen Argumente und der fehlgeleiteten Ablehnung des Universalismus auseinander und skizziert gesamtgesellschaftliche Normen und Voraussetzungen für das Gelingen einer neuen progressiven und egalitären sozialen Agenda. Chibbers Vortrag knüpft an sein jüngst veröffentlichtes und viel gelobtes Werk Postcolonial Theory and the Specter of Capital (Verso Books, 2013) an, das Kernpunkte der Postkolonialen Theorie auf breiter Ebene hinterfragt. Mit der Betonung universaler Kategorien wie Kapital und Klasse sucht Chibber nach Wegen aus der übermäßigen Akzentuierung der Kleinteiligkeit von Identitäten, wie sie nicht nur in wissenschaftlichen Debatten, sondern in der Kulturpolitik allgemein zu beobachten ist.